Wolfgang-Heilmann-Preis 2021

Visionen für eine bessere Welt: Humane Utopie als Gestaltungsrahmen für die Nach-Corona-Gesellschaft.

In welcher Art digitalisierter Gesellschaft wollen wir leben? Wie können und sollten IT- und insbesondere KI-gestützte Anwendungen dazu beitragen, die Welt von morgen humaner zu gestalten und die Lebensqualität möglichst vieler Menschen zu steigern?

Mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis 2021 zeichnet die Integrata Stiftung Visionäre und Vordenker aus, die ambitionierte, grundsätzlich aber auch realisierbare Zukunftsentwürfe für eine digitalisierte Gesellschaft entwickeln.

Hintergrund

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen haben die weitreichende Bedeutung der Digitalisierung für das öffentliche und private Leben einmal mehr verdeutlicht und den Trend hin zu einer digitalisierten Welt vielfach beschleunigt:

  • Cloud-Lösungen und Web-Konferenzen ermöglichen die Arbeit im Home-Office nicht nur für eine exklusive Minderheit, sondern für eine Vielzahl von Berufstätigen unterschiedlichster Branchen.

  • Regionale Einkaufsplattformen und Lieferdienste unterstützen nicht nur die Versorgung mit allerlei Dingen des täglichen Bedarfs, sondern bieten auch vielen Händlern die Möglichkeit, ihre Produkte trotz geschlossener Geschäfte zu verkaufen.

  • Die Einführung einer bundesweiten Corona-Tracking-App unterstützt die Identifikation potentieller Kontaktpersonen und vermindert somit die unkontrollierte Ausbreitung des Virus.

Gleichzeitig hat der Corona-bedingte „Lock-down“ vielfach vor Augen geführt, dass in einigen Bereichen – besonders prominent im Bildungssektor – ein erheblicher Nachholbedarf in Hinblick auf die digitale Infrastruktur sowie deren Anwendungskompetenz besteht, mit teilweise akuten sozialen und gesundheitlichen Folgen.

Die Mehrheit der in den letzten Monaten genutzten IT-Anwendungen ist nicht gänzlich neu. Neu ist deren umfangreiche Nutzung und breite Akzeptanz, die – auf lange Sicht – die Art, wie wir miteinander leben, kommunizieren und arbeiten, nachhaltig verändern wird.

Der Trend hin zu einem verstärkten Einsatz von IT in allen Lebensbereichen wird sich in Zukunft nicht nur fortsetzen, sondern durch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) exponentiell an Geschwindigkeit zunehmen. Lernfähige Maschinen sind leistungsstärker, universeller einsetzbar und letztlich sogar preiswerter. Sie sind in der Lage, immense Datenmengen in kürzester Zeit zu verarbeiten und dabei behilflich, Lösungen zu finden. Gleichzeitig bergen sie aber das Risiko, dass durch KI getroffene Entscheidungen schwer vorhersagbar, kontrollierbar und nachvollziehbar sind. Ohne ethische Leitlinien laufen wir demnach in Gefahr, negative Trends zu verstärken und uns allen zu schaden.

Technik dient nicht dem Selbstzweck. Die Integrata Stiftung setzt sich seit 20 Jahren dafür ein, den Menschen und dessen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Vor diesem Hintergrund unterstützt sie die Entwicklung von sozialen Utopien und humanen Visionen, die dazu beitragen, die digitalisierte Welt von morgen aktiv mitzugestalten in den folgenden Bereichen:

  • Gesundheit und Wohlbefinden

  • Sicherheit und Freiheit

  • Freizügigkeit und Begegnung

  • Information und Kommunikation

  • Bildung und Ausbildung

  • Arbeit und Erwerb

  • Führung und Verantwortung

  • Partizipation und Gesellschaft

  • Natur und Umwelt

  • Kultur und Religion

Wie kann ich mich bewerben?

Schritt 1: Sie sind ein Vordenker und denken darüber nach, wie eine Welt aussehen könnte, in der IT-/KI-gestützte Anwendungen zu einer Verbesserung der Lebensqualität möglichst vieler Menschen beitragen? Machen Sie mit und schicken Sie uns in Kurzform Ihre Vision. (max. 5000 Zeichen)

Sie kennen einen Vordenker, den die Stiftung mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis auszeichnen sollte? Nennen Sie uns dessen Namen und beschreiben Sie in Kurzform dessen Vision.

Hier finden Sie die Bewerbungsunterlagen.

Einsendeschluss ist der 31.12.20.

Schritt 2: Aus der Menge aller Einsendungen wählt die Preisjury bis Anfang Februar 2020 bis zu fünf Kandidaten aus („Shortlist“), die sich und ihr Projekt im Rahmen einer Präsentation und Diskussion in Tübingen am Samstag, den 24. April 2021, persönlich vorstellen.

Die Preisverleihung erfolgt am gleichen Tag. Die Vorstellung und die Preisverleihung sind öffentlich. Die Preisjury besteht aus Mitgliedern des Kuratoriums, des Vorstands und des Fachbeirats der Stiftung, sowie weiteren externen Experten.

Schirmherrin des Wolfgang-Heilmann-Preises 2021 und stimmberechtigtes Jurymitglied ist Frau RA Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin.

Was kann ich gewinnen?

Der Wolfgang-Heilmann-Preis 2021 ist mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert. Er kann auf bis zu drei Preisträger verteilt werden.

Alle Kandidaten der Shortlist erhalten unter der Bedingung, dass sie sich und ihr Projekt persönlich vorstellen, einen Anerkennungspreis in Höhe von 500 Euro.

Wer hat den Preis gestiftet?

Namensgeber des Preises ist der Unternehmer Dr. Wolfgang Heilmann, Stifter der Integrata-Stiftung und Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Die Stiftung wirbt seit dem Jahr 2000 dafür, den Mensch in den Mittelpunkt technologischen Fortschritts zu stellen und folglich Informationstechnologien zur Verbesserung der Lebensqualität möglichst vieler Menschen einzusetzen. Mit der Beteiligungsplattform Polit@ktiv fördert sie kommunale Bürgerbeteiligungsprozesse und sucht mit dem Projekt HumanIThesia nach ethischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im Rahmen jährlicher Kongresse und verschiedener Veranstaltungen diskutiert sie mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft Kernfragen technologischen Fortschritts und ethischer Herausforderungen.

Die Ausschreibung und Verleihung des Wolfgang-Heilmann-Preises bildet in jedem Jahr einen Schwerpunkt und Höhepunkt der Stiftungsaktivitäten.

Sie haben Fragen? Treten Sie gern mit uns in Kontakt, am besten per Mail unter preis@integrata-stiftung.de